05.11.2019 - Projekt Hochschule / K-Treff

Rotenburg als Hochschulstandort

ROTENBURG. Ein Thema von hoher Bedeutung – das ließ sich anhand der großen Resonanz ablesen, die das jüngste Treffen des Rotenburger Wirtschaftsforums (RWF) verzeichnete. In den Räumen der rocon-Gruppe im Gewerbegebiet Hohenesch drehte sich alles um Rotenburg als Hochschulstandort. Rund 100 Interessierte waren vor Ort. Neben der rocon-Gruppe hatte die Avides Media AG aus Hemsbünde als weiterer Gastgeber zum Abend eingeladen.

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Steffen Rost (rocon) und Christoph Burmester (Avides) sind als regionale Kooperationspartner der Leibniz-Fachhochschule aus Hannover vom Nutzen des Hochschulprojekts überzeugt. Sie nutzten den Abend auch, um sich und ihre Unternehmen vorzustellen und freuten sich über die große Resonanz ebenso wie RWF-Vorsitzender Heiko Kehrstephan, der mit Blick auf das Thema des Tages von einem „Herzensprojekt“ sprach. Er lobte zudem das Engagement von Friedhelm Horn, der sich intensiv mit der Projektumsetzung befasst. Auch Landrat Hermann Luttmann begrüßte die Initiative des RWF und sicherte jede mögliche Unterstützung des Landkreises zu, denn es ist ein wichtiges Anliegen jungen Menschen hier auf dem Lande qualifizierte Ausbildung und Perspektiven zu bieten. Ebenfalls als Gast an Bord: Professor Dr. Norbert Gülke, Vize-Präsident Fachbereich Technik an der Leibniz-Fachhochschule und verantwortlich für den Aufbau des Außenstandortes.

Im Laufe einer Präsentation erfuhren die Gäste Details. Wichtig in punkto berufliche Handlungskompetenz sind etwa das moderne Lernen mit intensiver Betreuung in kleinen Lerngruppen sowie hochaktuelle Studieninhalte, die einen optimalen Berufsstart gewährleisten sollen. Jedes Semester besteht aus einer Unternehmens- und einer Hochschulphase (je drei Monate). Ob Wirtschaftsinformatik, Embedded Automation Design oder IT-Security – wesentliche Studieninhalte wurden dargestellt. Die Reflexion beruflicher Tätigkeiten erfolgt jeweils während der Zeit in den Unternehmen. Einige entscheidende Punkte für die Qualität des vorgestellten Studiums: aktuelle Studiengangsthemen mit starker praktischer Ausrichtung, dynamische Gruppenorganisation mit fachübergreifender Zusammenarbeit sowie Vertiefungsrichtungen der Studiengänge mit Festlegung erst im dritten Semester. Zudem gibt es ein facherweiterndes Wahlpflichtangebot mit unterschiedlichen Lehrmethoden und den verstärkten Einsatz externer Experten für ausgesuchte Themen. Wert wird auch gelegt auf die Sozialkompetenz förderndes Arbeiten in großen dezentralen Projekten sowie die intensive Einbeziehung der Partnerunternehmen zum dynamischen Ausbau.

Rotenburg als Hochschulstandort – das wäre ein enormer Standortvorteil für die Stadt, so der Tenor. Im ersten Jahr wären zehn bis 15 Studierende nötig. Klar, dass es nach den Ausführungen noch interessierte Nachfragen gab, um die sich Friedhelm Horn kümmerte.

Der nächste RWF-Treff ist am 21. November 2019 beim Wasserversorgungsverband in Unterstedt.

 

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